Mit der Überarbeitung der Guten Planung im Herbst 2022 wurde die Einführung von “Prüfprojekten” festgehalten. Prüfprojekte bezeichnen konkrete Solarprojekte, die in Deutschland umgesetzt wurden oder in Planung sind. Diese Projekte haben die Kriterien der Guten Planung in besonderem Maße umgesetzt. Als Best Practice zeigen sie, wie gute Planung funktioniert und welche Maßnahmen sich in der Praxis umsetzen lassen.
Falls Sie bereits Mitglied der Guten Planung sind, können Sie uns jederzeit ein Prüfprojekt über unser Formular zusenden.
Hier finden Sie alle bisherigen Prüfprojekte der Guten Planung mit einem kurzen Profil des Solarparks:
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Solarpark Merscher Höhe
Betreiber Rurenergie GmbH; F&S solar service GmbH
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Solarpark Niederhone
Betreiber Björn Groß Solarstromproduktion e.K.; Energiesysteme Groß GmbH & Co. KG
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Solarpark Nochten
Betreiber NE Energiepark Lausitz GmbH & Co. KG; Naturstrom AG
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Solarpark Oberrot
Betreiber Solarpark Oberrot GmbH & Co. KG; RES Deutschland GmbH
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Solarpark Rottenbach
Betreiber Solarpark Rottenbach GmbH & Co. KG; Naturstrom AG
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Solarpark Spitalhöfe
Betreiber SPV Solarpark 103. GmbH & Co. KG; BayWa r.e. AG
Studien zur Artenvielfalt im Solarpark
Erste Ansätze zur Identifizierung von Prüfprojekten bzw. Best Practices in der Branche, kann der Einfluss von PV-Freiflächenanlagen auf die Artenvielfalt sein. Mit dem “Kriterium D: Verpflichtung zur Steigerung der Artenvielfalt” legt die Gute Planung einen besonderen Fokus auf Artenvielfalt in Solarparks. Auch sieht “Kriterium B: Verpflichtungen gegenüber Landwirten” die professionelle Flächenbewirtschaftung in Solarparks vor. Diese Art der Flächenbewirtschaftung ist neben der Bauweise entscheidendend, um eine hohe Artenvielfalt in Solarparks zu erreichen.
Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. (bne) hat im Sommer 2024 die Artenvielfalt in 24 Solarparks moderner Bauart in ganz Deutschland untersucht. Für jeden Solarpark dieser Studie wurde ein eigener Steckbrief auf der Webseite SonneSammeln veröffentlicht. Alle Steckbriefe der Studie finden Sie hier.
Diese Solarparks zeichnen sich als Best Practice Anlagen im Hinblick auf die Förderung der Biodiversität aus. Insgesamt wurden 385 Pflanzenarten, 30 Heuschreckenarten, 36 Tagfalter- und Widderchenarten, drei Reptilienarten, 32 Brutvogelarten und 63 Vogelarten als Nahrungsgäste sowie 13 Fledermausarten nachgewiesen. Hinzu kommen 13 Libellenarten und acht Amphibienarten. Die Studie umfasst dabei über 100 Einzeluntersuchungen und insgesamt 40 Untersuchungsberichte. Die Ergebnisse wurden nun in einem umfangreichen Werk veröffentlicht.





